
Angeln als Ausgleich: Geschichten über die positiven Effekte des Angelns nehmen zu
August 19, 2026Zuletzt aktualisiert am August 20, 2026 by Bertram
Für 2026 hat der Rat die Beifanggrenzen für Dorsch in der Ostsee unverändert gelassen: 430 Tonnen im östlichen und 266 Tonnen im westlichen Bestand, wobei der ICES-Empfehlung eines Nullfangs für beide stark dezimierten Bestände keine Beachtung geschenkt wurde. Die Freizeitfischerei bleibt vollständig verboten, die gezielte Befischung bleibt untersagt, und jeder gefangene Dorsch muss zurückgesetzt und gemeldet werden. Die Kontrollen werden verschärft, bei Verstößen drohen Strafen. Angler sehen sich in diesem Jahr einem strengeren Compliance-Umfeld gegenüber, und die Begründung hinter diesen politisch aufgeladenen Zahlen offenbart weit mehr, als die Zahlen allein vermuten lassen.
Wichtigste Erkenntnisse
- Das Freizeitfischen auf Dorsch bleibt in der gesamten Ostsee im Jahr 2026 vollständig verboten, ohne Ausnahmen für Angler.
- Jeder versehentlich gefangene Dorsch muss sofort freigelassen und gemäß den offiziellen Beifangregeln gemeldet werden.
- Die TAC für östlichen Dorsch bleibt bei 430 Tonnen und für westlichen Dorsch bei 266 Tonnen, beide strikt als Beifang-Obergrenzen.
- Beide TACs ignorieren die Null-Fang-Empfehlung des ICES und spiegeln einen politischen Kompromiss gegenüber den wissenschaftlichen Empfehlungen zur Bestandserholung wider.
- Die Durchsetzung wird 2026 verschärft, sodass Anglern bei Verstößen gegen die Dorschfangverbote Strafen drohen.
2026 Baltic Cod TAC: Die wichtigsten Zahlen im Überblick

Angesichts der endgültigen Entscheidung des Rates erzählen die Zahlen für 2026 eine Geschichte der Stagnation statt der Erholung. Der östliche Dorschbestand in der Ostsee, Unterabteilungen 25, 32, verbleibt bei 430 Tonnen, ausschließlich als Beifang, unverändert gegenüber 2025. Der westliche Dorschbestand in der Ostsee, Unterabteilungen 22, 24, liegt bei 266 Tonnen, ebenfalls ausschließlich als Beifang, mit null Veränderung im Jahresvergleich. Beide Werte übersteigen die ursprünglichen Vorschläge der Kommission von 159 und 42 Tonnen, was zeigt, wie sozioökonomische Auswirkungen die wissenschaftliche Vorsicht bei den Verhandlungen überwogen. Der ICES riet zu einem Nullfang für beide Bestände, doch die Politik gewährte stattdessen begrenzte Fangmengen. Angler sollten verstehen, dass dies keine Wiedereröffnung der Freiheit auf dem Wasser bedeutet, die gezielte Befischung bleibt geschlossen, die Freizeitfischerei bleibt vollständig verboten. Die Behörden werden die Überwachung der Einhaltung verschärfen, um sicherzustellen, dass diese Beschränkungen in jeder Unterabteilung Bestand haben, unabhängig von der Frustration, die in den Küstengemeinden herrscht. Bemerkenswert ist, dass die Empfehlung für den östlichen Bestand nun nur noch alle zwei Jahre erfolgt, was eine Umstellung auf zweijährliche Bewertungszyklen für diese erschöpfte Population widerspiegelt.
Westlicher Ostseedorsch: Beifanggrenze bleibt bei 266 Tonnen
Angler auf westlichen Baltischen Dorsch stehen vor derselben Beschränkung, an die sie sich bereits gewöhnt haben: 266 Tonnen, nur als Beifang, unverändert gegenüber 2025. Die Wissenschaft forderte null. Der Rat lieferte stattdessen eine Fortschreibung. Diese Kluft definiert die Frustration, die viele Angler empfinden, gefangen zwischen erschöpften Beständen und politischem Kompromiss, der als Vorsicht getarnt ist.
| Realitätscheck | Zahl |
|---|---|
| ICES-Empfehlung | 0 Tonnen |
| Ratsbeschluss | 266 Tonnen |
| Gezielte Fischerei geschlossen seit | 2022 |
| Ursprünglicher Vorschlag der Kommission | 42 Tonnen |
Die Rechenschaftspflicht für Beifang bleibt die Begründung, nicht die Erholung des Bestands. Durchsetzungsmechanismen existieren, um sicherzustellen, dass Angler innerhalb der Grenzen für unbeabsichtigten Fang bleiben, nicht für gezielten Fang. Schwache Nachwuchsjahrgänge plagen den Bestand seit 2016, was wenig Hoffnung auf eine schnelle Wende bietet. Für diejenigen, die klare Regeln und ehrliche Zahlen schätzen, verlangt diese Regelung Wachsamkeit: die Grenze kennen, die Wissenschaft respektieren und verstehen, dass „nur Beifang“ kein Schlupfloch für die Freiheit ist, gezielt auf westlichen Dorsch zu fischen.
Östlicher Baltischer Dorsch: Beifanggrenze bleibt bei 430 Tonnen

Der Ostbaltische Dorsch erzählt eine ähnlich hartnäckige Geschichte und deckt die Unterabteilungen 25-32 mit einer reinen Beifanggrenze von 430 Tonnen ab, die sich seit 2025 keinen Zentimeter bewegt hat. Der ICES forderte eine Nullfangquote und verwies auf einen kritischen Bestand, doch der Rat blieb standhaft und lehnte den eigenen Vorschlag der Kommission von 159 Tonnen zugunsten der höheren Zahl ab. Diese Kluft zwischen Wissenschaft und politischer Wirkung wirft echte Fragen darüber auf, wer die Kosten trägt.
- Die Existenzgrundlage der Fischer hängt davon ab, Choke-Effekte zu vermeiden, da eine vollständige Schließung sich auf andere Ostseefischereien auswirken würde.
- Durchsetzungsprobleme bleiben bestehen, da die Unterscheidung zwischen unbeabsichtigtem Fang und gezieltem Fangaufwand auf dem Wasser weiterhin undurchsichtig ist.
- Die Genauigkeit der Beifangmeldungen entscheidet darüber, ob dieses Regelwerk glaubwürdig bleibt oder unter genauerer Betrachtung zusammenbricht.
Der Vorsorgeansatz bleibt currentweile mehr Prinzip als Praxis.
Warum hat der Rat den Rat der ICES zu einem Nullfang ignoriert?
Diese Lücke zwischen Wissenschaft und Politik ist nicht aus dem Nichts entstanden und verdient einen genaueren Blick. Der ICES riet zu einem Nullfang sowohl für den östlichen als auch für den westlichen Ostseedorsch und verwies dabei auf eine Biomasse unterhalb von Blim ohne Anzeichen einer Erholung. Der Rat ist jedoch rechtlich nicht verpflichtet, diesem Rat zu folgen, und wählte einen anderen Weg. Politische Kompromisse prägten das Ergebnis: Flotten, die von Mischfischerei abhängig sind, wehrten sich gegen eine vollständige Schließung, und die Minister wogen Naturschutz gegen Lebensgrundlagen ab. Die Rolle des Dorschs als unvermeidbarer Beifang in anderen Fischereien erschwerte zusätzlich die Durchsetzung, da eine strikte Null-TAC nicht ohne Weiteres zwischen gezieltem Fang und unbeabsichtigtem Beifang unterscheiden kann. Das Ergebnis war ein Kompromiss, der nur Beifang erlaubt, keine vollständige Übereinstimmung mit der Wissenschaft, und spiegelt wirtschaftlichen Druck wider, der über strikte Vorsorge gestellt wurde. Trotz der Empfehlung des ICES und eines Kommissionsvorschlags zur Reduzierung hielt der Rat an einer hohen Dorsch-Beifangquote fest.
Kann man in der Ostsee noch Kabeljau fangen?

Können Angler 2026 also noch eine Leine für Baltischen Dorsch auswerfen? Die unverblümte Antwort lautet nein, nicht legal, nicht als gezielter Fang. Das Freizeitfischen auf Dorsch bleibt im gesamten Ostseegebiet verboten, und die ICES-Empfehlung eines Null-Fangs lässt für 2026 oder 2027 keinen Spielraum. Angler, die nach der Freiheit auf offenem Wasser verlangen, brauchen klare rechtliche Orientierung, bevor sie in der Nähe von Dorschgründen die Leine auswerfen.
- Regeln kennen , Das Verbot gilt sowohl für den östlichen als auch für den westlichen Bestand.
- Angelethik praktizieren , Unbeabsichtigte Fänge müssen freigelassen und nicht behalten werden.
- Alternative Freizeitmöglichkeiten erkunden , Andere Arten anvisieren, während sich die Dorschbestände erholen.
Meldepflichten gelten weiterhin für unbeabsichtigte Fänge, und wer sie ignoriert, riskiert Strafen, keine Freiheit.




